Kalender

【 Region of Grief – Archiving Empathy von Zanbagh Lotfi 】
Fr. 25. September – Fr. 23. Oktober
VERNISSAGE: Do. 24. September, 19.00 Uhr
Im Jahr 2022 verlor Helia, eine junge persische Leopardin, eines ihrer Jungen bei einem Verkehrsunfall. Mehrere Tage lang kehrte sie an denselben Ort zurück und rief nach ihrem Jungen. In denselben Wochen, während landesweiter Proteste im Iran, verloren viele Mütter ihre Kinder durch staatliche Gewalt.
In Helias Rückkehr und ihrer Stimme überschreitet die Trauer die Grenze zwischen den Arten und wird zu etwas, das man spüren, miterleben und teilen kann.
Das Projekt beginnt mit dieser Geste der Rückkehr. Ein Ort wird zum Ort der Erinnerung, wenn Menschen dorthin zurückkehren – durch Abwesenheit, Erinnerung und Verbundenheit.
Als Künstler:in mit einer diasporischen Lebensrealität, interessiert sich Zanbagh für Orte, die von verschwindenden Präsenzen, zurückkehrenden Erinnerungen und Bindungen geprägt sind, die auch dann Bestand haben, wenn sie unsichtbar sind.
Durch Malerei, Bild und Installation schafft das Projekt eine affektive Landschaft – nicht, um Trauer darzustellen, sondern um ihr zuzuhören und ihr Raum zu geben.

Phil Minton · Axel Dörner · Thomas Lehn
Samstag, 24. Oktober 2026
19 Uhr Türöffnung & Bar
20 Uhr Konzert
21 Uhr Eintopf im Hof
Drei aussergewöhnliche Musiker, drei radikale Klangsprachen – und ein Trio, das seit 1998 gemeinsam improvisierte Musik immer wieder neu auslotet.
Phil Minton – Stimme
Axel Dörner – Trompete
Thomas Lehn – Analogsynthesizer
TOOT bewegt sich zwischen Stimme, Atem, Geräusch, Elektronik und Stille. Die Musik entsteht im Moment: feinste Verschiebungen, überraschende Verdichtungen, grosse Räume – und Klänge, bei denen manchmal kaum noch auszumachen ist, ob sie aus einer Stimme, einer Trompete oder einem Synthesizer kommen.
1998 führte ein Hauskonzert zur Gründung des Trios. Seither gehören Minton, Dörner und Lehn zu den prägenden Stimmen der internationalen improvisierten Musik. Umso mehr freuen wir uns, die drei im WELTRAUM in Basel zu Gast zu haben.
Und weil ein Abend im WELTRAUM nicht mit dem letzten Ton enden muss: Nach dem Konzert gibt es Eintopf im Hof.
Komme früh, trinke etwas mit uns, höre TOOT – und bleib danach noch bei uns.
WELTRAUM
Auf dem Wolf 13
4052 Basel
www.weltraum.me
Mehr zu TOOT und Hörbeispiele:
TOOT – Phil Minton · Axel Dörner · Thomas Lehn

FUTURA
Soloausstellung von Ruth Widmer
09. – 29.10.2026
Vernissage: 8. Oktober, 18 Uhr
Kuratiert von Wiktoria Tundys
In grossformatigen Zeichnungen und Arbeiten aus Porzellan entwirft Ruth Widmer Landschaften, die noch nicht existieren, aber schon spürbar sind. Architektonische Fragmente einer möglichen Zukunft treffen auf die Frage nach der gegenwärtigen Verfasstheit des Menschen, nach der Richtung, in die wir uns, einzeln und als Gesellschaft, bewegen. Es sind keine Bilder der Anklage, vielmehr eine stille, präzise Beobachtung, getragen von der Hoffnung, dass eine andere, bessere Zukunft denkbar bleibt.
Artstübli – Kunst & Kultur, Steinentorberg 28, 4051 Basel
www.artstuebli.ch
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Samstag: 11 – 18 Uhr

ÜSI SCHWIZ
Die Ausstellung ‚Üsi Schwiz‘ stellt sich die Frage: Was macht die Schweiz zu deiner Heimat oder weshalb wird sie dies auch niemals sein?
Heimat versteht sich dabei nicht als statischen Begriff, sondern als individueller, emotionaler und gesellschaftlicher Aushandlungsprozess, geprägt von persönlichen Erfahrungen, kulturellen Hintergründen und sozialen Strukturen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, gewohnte Narrative zu hinterfragen, Gemeinsamkeiten und Widersprüche sichtbar zu machen und den Dialog über die kulturelle Identität der Schweiz zu fördern.
Wir freuen uns in diesem Kontext Arbeiten von Alizé Rose-May, Andrea Sommer, Eguono Edjere, Felix Stöckle, Maksim Klopfstein, Margaux Huber, Marina Prada, Milush Holzer, Viviane Bettschart, Xavier Sägesser und Yves Möhrle im Bollag-Areal zu zeigen.
Zusätzlich freuen wir uns über die Workshops von Brutus Labiche und Andreea Gwerder&Gilles-Anthony Treskatsch und das Happening von Meret Schüpbach.
Und als weiteren Programmpunkt laden wir auch herzlich zu einem Kurzfilmabend ein im Neuen Kino Basel mit Filmen von Denisa Svach&Denise Maud, Elena Huber, Hanna Wächter, JojoX, Lily Pellaud und Raphael Reichert.
Vernissage 15. Oktober, 18:00
Performances to be announced
Mittwoch bis Freitag jeweils 17:00-20:00
Samstag jeweils 14:00-18:00
Finissage 29. Oktober, 18:00
Performances to be announced
Design: @leaknutti
Kuration: @maistei_ @minischwizdinischwiz

Configurations
A short film program curated by Chantal Molleur
Coming online on whiteframe.ch
23-30 October 2026
Following its presentation at La Kunsthalle Mulhouse, Configurations will be available worldwide for one week as part of WF Online Series 2026.
Persistances is the first solo exhibition in France of Hassan Darsi, a major figure in contemporary art in Morocco. Conceived by a trio of curators, the exhibition draws a sensitive thread between different bodies of the artist’s work and unfolds through a close and complementary dialogue between La Kunsthalle Mulhouse and FRAC Champagne-Ardenne.
Conceived in resonance with Persistances, Configurations brings together six short films that explore how spaces are produced, perceived, inhabited, controlled, imagined and transformed. Moving through animation, observational cinema, essay film, fiction and experimental documentary, the programme approaches space not as a neutral backdrop but as something shaped by forces, behaviours, memories and systems of power.
In Flow, Adriaan Lokman makes visible one of the most elusive elements surrounding us: air. Currents, turbulence and pressure become a way of perceiving the world, suggesting that space is defined as much by invisible forces as by solid forms. Jan Verbeek’s On a Wednesday Night in Tokyo shifts this question towards the body. In the compressed interior of a Tokyo subway carriage, urban space becomes a choreography of density, discipline and routine, where collective movement is regulated to the limits of physical capacity.
With Paradise, Max Philipp Schmid examines another form of spatial construction: enclosure. Gardens, greenhouses, fences and carefully organised landscapes become expressions of the desire to produce an ideal environment, while also revealing impulses towards separation and withdrawal. The question of who can claim or create a space becomes more intimate in Dania Bdeir’s Warsha. High above Beirut, a crane operator temporarily transforms a dangerous workplace into a private territory, a space in which another self can emerge beyond the gaze of the city below.
The programme then turns towards spaces that have been erased. Antoine Chapon’s The Orchards addresses the destruction of Basateen al-Razi in Damascus, where a district and its orchards were razed following the uprising against the Syrian regime. Space here persists through memory, testimony and images even after its material disappearance. Reconstruction becomes both a political and cinematic act: what has been destroyed can still be recalled, reassembled and contested through representation.
Stéphanie Lagarde’s Minimal Sway While Starting My Way Up closes the programme by extending these questions vertically and systemically. Through the consciousness of an intelligent elevator, the film connects the extreme height of the speculative skyscraper to the extreme depth of the mine. Architecture, extraction, technology and capital become part of the same spatial continuum, making visible relationships that ordinarily remain hidden.
Across these works, space emerges as unstable and relational: sensed through movement, compressed by infrastructure, enclosed by desire, appropriated through imagination, reconstructed through memory, and organized by economic and political forces. Rather than proposing a single definition of space, Configurations brings together different ways of understanding how spaces are made and, in turn, how they shape the bodies, lives, and histories within them.
On a Wednesday Night in Tokyo, 2004 ©Jan Verbeek

Valuables
Natacha Donzé, Matthias Liechti, Boris Rebetez, Renée Steffen, Raphael Stucky, Li Tavor, Babette Walder
28.08.2026–31.10.2026
Opening: 28.08.2026 18–22h
Magazine Release & Hammer Band: 31.10.2026 11–17h
Kunsttage Basel: 28.08.2026 13–18h 29.&30.08.2026 11–18h

Go closer - John Berger Through His Art
12. September – 31. Oktober 2026
Im Jahr 2026 wird weltweit mit zahlreichen Veranstaltungen an John Berger (1926–2017) erinnert: der britische Schriftsteller, Kunstkritiker, Maler und Drehbuchautor, der marxistische Gesellschaftsanalyse mit Kunst- und Literaturkritik verband, würde heuer 100 Jahre alt werden. Mit Konferenzen, Symposien und neuen Übersetzungen seiner Werke wird der bedeutende Einfluss dieses aussergewöhnlichen Mannes dokumentiert. Als Zeichner, Drehbuchautor und Geschichtenerzähler nährte John Berger sein kritisches Denken ein Leben lang mit seinem kreativen Schaffen. Er bewegte sich frei zwischen den verschiedenen Medien und kümmerte sich nie um die Grenzen zwischen den Genres. Seine frühe Ausbildung an der Kunsthochschule führte dazu, dass er sich eher auf die Seite der Kunstschaffenden stellte als auf die der institutionellen Denker. Dieses sein künstlerisches Schaffen ist der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt, und hier setzt die Ausstellung an.
Die multimediale Ausstellung vereint Dokumentarfilme, Zeichnungen, Gemälde und Texte des britischen Künstlers und Denkers. Die Räume der Villa sind nach denjenigen Themen gegliedert, die in seinem Werk eine zentrale Rolle spielen – die Welt der Arbeit, die Lage der Bauern, Dialog und Zusammenarbeit, Widerstand und der Kampf für die Emanzipation der Völker, aber auch persönliche oder brieflichen Begegnung mit Kunstschaffenden und Freund:innen – und bietet so einen facettenreichen Einblick in das freigeistige Denken von John Berger, der sein Leben lang eine Sozialgeschichte der Kunst konstruierte, die sowohl intim als auch universell war.
Der gewählte Titel «Go Closer – John Berger Through his Art» unterstreicht das zentrale Ziel, das John Berger mittels verschiedener Medien stets verfolgte: den Menschen und ihren Tätigkeiten näher zu kommen, sie zu beobachten und zu beschreiben, um ihre Eigenschaften zu verstehen.
Die Vermittlung einer einzigartigen kreativen Denkweise und einer dezidierten politischen Haltung steht daher im Mittelpunkt dieses Projekts, das sich gerade auch an die jüngere Generation richtet, die in verschiedenen Dialogformaten an der Thematik partizipieren kann.
Kurator:innen:
Yves Berger
Isaac Klotz White
Franziska Stern-Preisig

FR 23.10.26–SA 31.10.26
ZU GAST: SOFT PRESENCE
Eine erweiterte Medieninstallation von Natascha Nüesch, Lena Lengsfeld und Moana Ava Holestein.
Vernissage
Fr 23.10.26 | 18–21 h
Öffnungszeiten
Sa 24.10.26–So 25.10.26 | 13–18 h
Fr 30.10.26 | 18–21 h
Sa 31.10.26 | 13–18 h
Ein kuratiertes Abbild des Waldes als Versuch, das Lebendige in einen konstruierten Raum zu holen. Oder eine assoziative Auseinandersetzung mit unserem Verhältnis zur Natur und dazu, wie das Digitale in unser Leben fliesst.
Der Wald als Abbild. Der Versuch, sich die lebendige Kraft anzueignen, ohne sich ihr auszusetzen. Und wenn sie dann trotzdem reintröpfelt, sich diffus und unberechenbar der Kontrolle entzieht, sanft und leise sich ausbreitet. Wer ist da? Wer reagiert? Eine Einladung zum Beobachten und Spüren, zum Zuhören und Erleben.

STRICTLY COLLECTIVE
Fünf Kunstkollektive aus der Schweiz und Frankreich, ausgewählt aus 36 internationalen Einsendungen, begegnen sich in der FABRIKculture.
Ausgangspunkt ist die im KUNSTFORUM International Bd. 285 „All together now! Kunst im Kollektiv“ (2022) formulierte These, dass kollektive Autorschaft heute nicht Ausnahme, sondern Grundform zeitgenössischer Praxis ist. Die Ausstellung prüft diese Verschiebung im konkreten Zusammenspiel: fünf Handschriften, eine gemeinsame Form.
● Ado+Comenius (Basel)
● Com&Com (Zürich / St. Gallen)
● GislerGähwiler (Luzern)
● Ouest-Lumière (Paris)
● Protoplast (Basel)
Kuratiert von Benny Kammüller und Clément Stehlin.
Programm:
Vernissage – 4. Oktober 2026 | 11h
mit einer Performance von Ouest-Lumière
Finissage – 1. November 2026 | ab 11h
Artist Talk mit Com&Com | 14h
Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag ,11–18h

Daniela Flores Arias, Ana Balan, Azadbek - Sefer Bekjon, Lyna Beggah, Iulia Bucuresteanu, Alex Ghandour, Grandee Dorji – Yumo Cheng, Pat Homse, Dana Iskakova
Bebbi untersucht, wie Migration und transnationale Biografien künstlerische Praktiken in der Schweiz prägen. Ausgehend von der Situation zahlreicher Künstler*innen, die für ihr Studium – etwa an der HGK – nach Basel kommen und die lokale Szene massgeblich mitgestalten, zugleich jedoch häufig unter prekären Bedingungen arbeiten und nur temporär vor Ort bleiben können, schafft das Projekt einen Raum für Reflexion und Austausch. Das Programm umfasst Screenings mit anschliessenden Diskussionen, eine Ausstellung sowie Sound-Performances. Im Zentrum steht das bewegte Bild als Medium zur Verhandlung von Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Mobilität. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Austausch zwischen lokalen und internationalen Künstler*innen. Durch die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven werden lokale Fragestellungen in einen erweiterten Kontext gestellt und ein Dialog über gemeinsame Themen der zeitgenössischen Kunst angestossen. Bebbi fördert damit Vernetzung, Wissenstransfer und die Auseinandersetzung mit Migration als zentralem Bestandteil künstlerischer Praxis.
02.10.2026, 18:00: Vernissage
24.10.2026, 15:00: Launch Magazine on Fictional Art If #3 — Basel Edition
06.11.2026, 18:00: Marriage Party

Caroline von Gunten
Floating in shared serendipity geht von einer einfachen Verschiebung aus: nicht suchen, sondern finden. Ausgehend von regelmässigen, mehrstündigen Zugreisen mit unterschiedlichsten Menschen untersucht Caroline von Gunten, wie Narration und Erinnerung entstehen, geteilt und angeeignet werden und welche gesellschaftlichen Normen, Werte und Traumata dabei unsichtbar fortgeschrieben werden.
Aufgenommene Gespräche werden gehört, wieder gehört, schliesslich gelöscht. Was bleibt, ist nie das Gesagte selbst, sondern das, was daraus entsteht: Zeichnung, Objekt, Text. Die Mitreisenden werden so zu Mitautor*innen eines kollektiven Archivs, das sich der Kontrolle entzieht.
Im Zentrum steht die Beobachtung, dass jede geteilte Geschichte Vorstellungen davon mitträgt, wie gelebt, gelitten und dazugehört werden darf und wer dabei aussen vor bleibt.
Die Ausstellung wird unterstützt von: Kultur Stadt Bern
Bild: Caroline von Guten, Escalating Commitment, Keramik 2024
- 18.10.2026, 14:00—17:00: Workshop Gesten, Tierfiguren & gemeinsames Erzählen

City SALTS: Arbesa Musa
Solo Exhibition
23 Sep – 13 Nov 2026
Geboren in der Schweiz und im Kosovo aufgewachsen, kehrte Arbesa Musa später in die Schweiz zurück, um ihren künstlerischen Weg fortzusetzen. Heute lebt und arbeitet sie zwischen Genf und Basel. Sie schloss ihren Bachelor in Fine Arts an der HEAD in Genf und 2023 ihren Master in Fine Arts an der FHNW in Basel ab.
Als multidisziplinäre Künstlerin beschäftigt sie sich mit Themen wie Feminismus, Geschlechterrollen, Gewalt, Intimität, Erinnerung, Zuhause, Territorium, Identität und Handwerk – insbesondere mit Wissen, das von Frauen über Generationen hinweg durch Formen weitergegeben wird, die oft als „traditionelle Kunst“ bezeichnet werden. Ihre künstlerische Praxis wird dabei sowohl zu einem persönlichen Archiv geteilter Erinnerungen als auch zu einer kollektiven Erfahrung.

City SALTS: Brett Charles Seiler
Solo Exhibition
23 Sep – 13 Nov 2026
Erste Einzelausstellung des simbabwischen Künstlers in der Schweiz.
In Brett Seilers (*1994, lebt und arbeitet in Leipzig und Kapstadt) künstlerischer Praxis stehen Gender und Sexualität im Mittelpunkt, seine Werke unterlaufen patriarchalische und heteronormative Ideale. Wir sehen Intimität und Zärtlichkeit zwischen Männern, aber auch eine eigentümliche Darstellung von Raum. Der Hintergrund gleicht oft einer Leere, und Andeutungen von Linearperspektive – wie die Linien eines Tisches – bleiben unzusammenhängend und unbestimmt. Durch diese Ästhetik nimmt sich Seiler die künstlerische und gestalterische Freiheit, die der offenbaren Seinsfreiheit seiner Figuren entspricht. In seiner Kunst gewährt Seiler sich den Raum, außerhalb der Regeln zu leben, um den Körper, offene Sexualität und sexuelle Tabus sowie emotionale Verletzlichkeit zu erkunden.
Seine Arbeiten waren bereits in internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, wie z. B. im A26 Set Space Beijing (CN), im No Hero Museum in Delden (NL), im Schloss Altdöbern (D), im Museum Bensheim (D) und im Zeitz MOCCA (ZA).

Terra Promessa
Renato Di Maggio Rodrigues
Kuratiert von Elwira Spychalska
Terra Promessa – der Titel dieser Ausstellung beschreibt keinen festen Ort, sondern einen Zustand: die Sehnsucht nach einem Land, das man noch nicht betreten hat. Für Tausende Menschen auf dem Mittelmeer wird dieser Wunsch vor den Küsten von Lampedusa zum schicksalhaften Horizont. Die Geschichte seiner Eltern, die als junge Migrant:innen in die Schweiz kamen, hat Renato Di Maggio Rodrigues zu diesem Thema geführt; auf Lampedusa begegnet er ihm in einer anderen Zeit und unter anderen Umständen. In seinen Werken tritt die Momentaufnahme der Fotografie in ein Zwiegespräch mit der langsamen Spur der Ölfarbe. So entfaltet Terra Promessa eine leise, visuelle Poesie zwischen Gegenwart und Erinnerung. Es ist ein Raum des Innehaltens, in dem Hoffnung, Verlust und Zeit spürbar werden.
Vernissage: Dienstag, 3. November 2026, 18 Uhr
Finissage: Samstag, 14. November 2026, 14–18 Uhr
Artstübli – Kunst & Kultur, Steinentorberg 28, Basel

I know you know
Daniela Beck & Judith Eckert
"I know you know" zeigt zwei künstlerische Positionen, die sich gegenübersethen, ineinanderfliessen und die Fragen nach Grenzen und Körperlichkeit teilen.
Eine Ausstellung mit Zeichnungen und Objekten.
Vernissage: Fr, 30.10.26, 18–20h
Finissage: So, 15.11.26 11–13h
Öffnungszeiten:
So, 1.11. + 8.11.26, 11–13h
Fr, 6.11. + 13.11.26, 18–21h
Die Künstlerinnen sind während der Öffnungszeiten und nach Vereinbarung anwesend.
oslo-ateliers.ch/daniela-beck
juditheckert.kleio.com
Salon Mondial
Freilagerplatz 9
4142 Münchenstein/Basel

Kritische Gegebenheiten im Inneren
Einzelausstellung von Till Langschied
Vernissage:
Samstag 14. November 2026, 16:00-21:00
Sound Performance von Jonas Huldi, 17:30
Finissage:
Samstag 05. Dezember 2026, 16:00-20:00
Anknüpfend an die Stimmung von Till Langschieds Videoarbeit «Maintenant», die er 2025 in der Cité International des Arts in Paris drehte, untersucht die Ausstellung «Kritische Gegebenheiten im Inneren» das Phänomen des ‹Unheimlichen› im Freudschen Sinne. Der Künstler reagiert auf gegebene Formen des Ausstellungsraums, um eine Verfremdung von Bekanntem zu erzeugen. Als Inspiration für diese Intervention dienen klassische Horrorfilme. Ein zentraler Aspekt der Ausstellung sind dabei Fenster und Durchgänge als Schwellen zum privaten Raum. «Kritische Gegebenheiten im Inneren» untersucht die Potentiale und Reibungen durch Fremdheit im eigenen Wohnraum. Wie verändert sich ein Ort, wenn etwas Fremdes in ihn eindringt und Hoheitsansprüche stellt? Was geschieht mit einem privaten Raum durch die Invasion von Kunst?
Öffnungszeiten:
Do/So 15:00-17:00
oder nach Vereinbarung
Peripherie8
Holeestrasse 8
4054 Basel

Roy Lichtenstein Wochenend-Workshopreihe
Als freudige Reaktion auf die Sammlung von Roy-Lichtenstein-Drucken, die vom 22.08.2026 bis 14.03.2027 im Kunstmuseum Basel zu sehen ist, präsentiert druckwerk Basel eine Reihe experimenteller Druckworkshops von ein bis zwei Tagen Dauer.
Pop-Motive & Drucktechniken / 1-Tages-Workshop
Im Geiste der Zusammenarbeit zwischen Graphicstudio und Roy Lichtenstein bei der Produktion der Serie Brushstroke Figures lädt dieser Workshop dazu ein, verschiedene Druckverfahren zu erkunden.
Indem Pop-Motive – Punkte, Diagonalen und Pinselstriche, wie sie in den Graphicstudio-Drucken zu sehen sind – mit unterschiedlichen Drucktechniken umgesetzt werden, erhalten die Teilnehmenden ein Gefühl für die Unterschiede der Verfahren und entdecken zugleich deren Potenzial.
Let’s Ben-Day! / 2-Tages-Workshop
In den 1880er-Jahren patentiert, waren die sogenannten «Ben-Day mechanische Tönungen» Werkzeuge für Illustrator:innen, um Linien, Schattierungen, Schraffuren und vor allem Rasterpunkte schnell umzusetzen. In stilisierter und vergrösserter Form wurden diese Elemente später zu zentralen Bestandteilen von Roy Lichtensteins Pop-Vokabular.
Mit der Collagraphie-Technik und Fundmaterialien bauen die Teilnehmenden eine eigene Sammlung von Schattierungsmedien auf. Sie untersuchen, wie durch Überdrucken der Platten und durch das Gegenüberstellen von Farben komplexere Muster entstehen. Anschliessend wird erforscht, wie sich diese Erkenntnisse zur Bildgestaltung einsetzen lassen.
Programm
So, 13. September Pop-Motive & Drucktechniken / 1-tägiger Workshop / 120 CHF
Sa, 17. / So, 18. Oktober Let’s Ben Day! / 2-tägiger Workshop / 240 CHF
Sa, 21. / So, 22. November Let’s Ben Day! / 2-tägiger Workshop / 240 CHF
Sa., 12. Dezember Pop-Motive & Drucktechniken / 1-tägiger Workshop / 120 CHF
Jeweils von 11 bis 16 Uhr
Kursleitung: Lucinda Tanner
Kurssprache: Englisch/Deutsch
Kosten inkl. Farben und Verbrauchsmaterialien, exkl. Papier
Für alle Erfahrungsstufen geeignet
Anmeldungen: office@druckwerk.ch
druckwerk Basel
Werkraum Warteck pp
2. Stock, Burgweg 7
4048 Basel
www.druckwerk.ch
FÜHRUNG
Roy Lichtenstein: Sweet Dreams, Baby!
22. August 2026 – 14. März 2027
Kunstmuseum Basel, Neubau
Alle Workshop-Teilnehmer sind herzlich zu einer Führung durch die Ausstellung unter der Leitung der Kuratorin Fabienne Ruppen eingeladen. Die Führungen finden am Mittwoch, 14. Oktober, und am Mittwoch, 18. November, jeweils um 18.00 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Di 21.12.26–So 27.12.26
ZU GAST: Art Gaza
GENOCIDE STILL COMES AS NO SURPRISE
Vernissage mit Bar
Mo 21.12.26 | 18–21 h
Öffnungszeiten
Di–Fr 10–17 h
Sa 10–18 h
Finissage mit Bar
So 27.12.26 | 17–23 h
Dies ist die Fortsetzung unserer Ausstellung GENOCIDE COMES AS NO SURPRISE aus dem Jahr 2025, die wir während der Art Basel in unmittelbarer Nähe des Messegeländes veranstalteten. Das tragische Wort STILL (immer noch) im Titel der aktuellen Ausstellung vermittelt den Kern der Botschaft: Wie kann der weltweit erste per Livestream übertragene Völkermord nach mehr als drei Jahren immer noch ignoriert werden? Die Ausstellung thematisiert das Schweigen über den kolonialen Völkermord Israels am palästinensischen Volk, insbesondere in der Kunstwelt. Das durch Absagen und Zensur erzwungene Verstummenlassen von Stimmen rückt in der Kunstwelt bisweilen selbst in den Mittelpunkt des Interesses – etwa in Form medialer Spektakel, die den Blick vom eigentlichen Völkermord ablenken. Doch das Schweigen, das am schmerzhaftesten ist, ist noch lauter und lässt sich am besten als ABWESENHEIT beschreiben. Messehallen voller dekorativer oder unterhaltsamer Kunstobjekte, denen politische Inhalte weitgehend fehlen, sind heute fester Bestandteil des Kunstbetriebs. Die wenigen gezeigten politischen Arbeiten gehen mit dem Thema stets mit Samthandschuhen um – sei es durch bewusste Verschleierung oder durch die Präsentation allgemeiner, unverfänglicher Botschaften. Diese Kunst gibt vor, „Fragen zu stellen“, hinterfragt jedoch niemals das System selbst. Dass Palästina in den Messehallen abwesend ist, sollte daher eigentlich nicht überraschen. Die Anerkennung eines Völkermords stellt eine fundamentale Herausforderung für das System dar – hier haben die Samthandschuhe ausgedient.
GENOCIDE STILL COMES AS NO SURPRISE will dieses Vakuum füllen. Die Ausstellung präsentiert Kunstwerke, die sich unmittelbar mit dem Völkermord in Palästina auseinandersetzen und den Verlust, den Schmerz sowie das den Palästinensern zugefügte Leid ungeschönt darstellen. Gezeigt werden Zeichnungen, Gemälde, Videokunst, Installationen, Druckgrafiken und Performances von Künstler*innen unterschiedlichster Herkunft – von der Schweiz über die Niederlande bis hin zu Palästina. Gemeinsam eröffnen ihre Werke vielfältige Perspektiven auf ein schwieriges Thema, vereint durch einen unerschrockenen Blick, engagiertes Handeln und tiefes Mitgefühl.

Roman Signer
Platz ist in der kleinsten Hütte. Für was? Zum Fliegen natürlich.
Permanente Installation seit 07.07.2018
Roman Signer (*1938, St. Gallen) versteht sich als Bildhauer – ein Bildhauer allerdings, der seine Skulpturen um die Dimension der Zeit erweitert. Mit seinen Ereignissen und Installationen arbeitet der Künstler seit den 1970er-Jahren voller Spielwitz an einer Neudefinition der Skulptur. Er bezieht Zeit, Energie, Beschleunigung und Veränderung mit in den skulpturalen Prozess ein und erkundet damit konsequent, spielerisch und immer wieder neu die Möglichkeiten dieses ursprünglich statischen Mediums. Das Resultat seiner Untersuchungen sind oft vergängliche Arbeiten, die in Fotoserien, Film- oder Videoaufnahmen dokumentiert werden. Die wichtigsten Werkstoffe Roman Signers bilden die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft. Ihre Beschaffenheit und Qualitäten ergründet der Ostschweizer mit beeindruckender Präzision und Ausdauer. So lässt er etwa durchlöcherte Kajaks mit Wasser volllaufen, katapultiert Möbelstücke durch den Raum oder legt eine kilometerlange Zündschnur quer durch die Ostschweiz.
Der besondere Ort des von Raphael Bottazzini initiierten Artachments inspirierte den Künstler nicht nur zur Teilnahme an der Jubiläumsausstellung sondern auch zu einer Aktion vor Ort, zu einem «Ereignis», wie Roman Signer seine Aktionen selbst nennt. Es hat Platz in der Hütte und Roman Signer nimmt ihn ein: Mit Schutzbrille und Helm, vor der Vernissage und ohne Publikum, begibt er sich in das Häuschen. Darin bedient er sich eines so genannten Quadrokopters*, welchen er mit einem Pinsel mit blauer Farbe versieht. Mit diesem Arrangement aus Flugobjekt und Malinstrument navigiert er durch das Häuschen und malt blaue Punkte an dessen Decke. Das ganze Vorgehen ist nicht ungefährlich, weshalb sich der Künstler die erwähnte Schutzmontur anzieht. Von der Handlung übrig bleibt die bemalte Decke und auch das Instrumentarium lässt der Künstler zurück. Das fertige Werk wiederum definiert er als Installation: Auf dem Regal im Häuschen liegend verweisen die Objekte auf die vergangene Handlung. Das Publikum darf die Hütte betreten und sich das Geschehene zusammenreimen. An das erzählerische Moment dieser kleinen Geschichte knüpft auch der Titel des Werks passend an: «Platz ist in der kleinsten Hütte.» «Für was?» «Zum Fliegen natürlich.» Es ist ein Kurzdialog zwischen dem Künstler und einem fiktiven Gegenüber, der eigentlich alles sagt.
Mit der Bemalung der Decke indes verweist Signer durch eine simple Geste auf die berühmte und von künstlerischer Könnerschaft geprägten Gattung der Deckenmalerei. Roman Signers Deckenbemalung wiederum, so könnte man weiterinterpretieren, adelt das kleine Häuschen zu mehr als einer Hütte: Durch die blauen Tupfer wird es zu einer Kapelle für die Kunst.
* Was im Volksmund als Drohne bezeichnet wird, ist im Fachjargon ein Quadrokopter (ein mit 4 Rotoren versehener, fernsteuerbare Helikopter). Der Begriff «Drohne» wird somit etwa in Modellfliegerkreisen ungern gehört, weil eine Drohne jene Helikopter bezeichnet, die im Krieg zum Einsatz kommen und töten können. Das Objekt, welches Roman Signer zum Fliegen und zum Malen verwendet, ist jedoch ein Arbeitswerkzeug, oder wie er selbst sagt: «Ein friedliches Ding mit einem fliegenden Pinsel.»
Text: Lena Friedli
Fotos: Claude Gasser
www.romansigner.ch

THYLACINE - Mischa Düblin, Fabian Unold
Schein
Seit 07.07.2018 – Permanente Installation
Mischa Düblin (*1973, Basel) und Fabian Unold (*1977, Zürich) arbeiten seit 2004 unter dem Namen «Thylacine» (engl. Beutelwolf) als Künstlerduo zusammen und realisieren orts- und kontextspezifische Arbeiten. Ohne sich auf ein Medium oder eine Form festlegen zu wollen, ergibt sich durch das situationsbedingte Arbeiten des Duos eine Tendenz zum Performativen und zur Installation. Auch das Spiel mit dem Publikum oder der Miteinbezug von weiteren Schauspielern oder Performerinnen sind möglich.
Soziale Gefüge und ökonomische Mechanismen stehen im Zentrum von Thylacines Interesse. Ihre Kunst will nicht in den White Cube, sie funktioniert nicht in und für sich, sondern immer in Beziehung zur realen Welt. Kritisch, politisch und mit einer guten Prise Humor widmen sich die beiden bestimmten Berufsgruppen, untersuchen gesellschaftliche Machtstrukturen und machen sich diese Begebenheiten auch gerne mal zu eigen. Dabei ist ihre Kunst zwar prägnant und konsequent umgesetzt, in der Aussage lässt das Duo jedoch stets absichtlich Raum für Interpretation. Aus einer inhaltlichen aber auch konkret physischen Aneignung resultiert ein authentisches und überzeugendes Involviertsein der Künstler. So setzen sie sich etwa für «Schweigeminute» (2007) eine ganze Stunde dem direkten Strahl einer Schneemaschine aus oder sie pinkeln sich für eine Performance zum Thema Angst gleichzeitig in die Hosen («Stille Wasser», 2008).
Thylacines Projekte, Performances und Installationen gibt es immer nur einmal. Im Artachment sind die beiden Künstler allerdings bereits zum zweiten Mal zu Gast: Vor zehn Jahren haben Mischa Düblin und Fabian Unold auf Einladung von Raphael Bottazzini das allererste Projekt in dem kleinen Häuschen im Kleinhüninger Hafen realisiert. Nach genauem Beobachten der Situation vor Ort schenkte das Künstlerduo diesem damals noch sehr verlassenen und oft von Vandalen heimgesuchten Ort einen Bewohner. Sie installierten eine menschengrosse Puppe so im Häuschen, als würde ein im Raum sitzender Mann durch das Fenster an der Rückwand Fische angeln. Durch seinen neuen Bewohner wurde der Ort plötzlich wohnlich, wirkte eingerichtet und erhielt eine Verbindung zur Aussenwelt. Die Situation war so subtil (es gab keine Vernissage und keinen Hinweis auf das Kunstprojekt) und gleichzeitig derart realistisch, dass Passanten darauf aufmerksam wurden und die Polizei anriefen.
Heute, zehn Jahre später, sind Thylacine wieder da und stellen zeitgleich mit Roman Signer aus. Mit der neu entwickelten Arbeit «Schein» (2018) thematisieren die beiden das Aufeinandertreffen mit dem renommierten Schweizer Künstler, aber auch den 10-jährigen Geburtstag des Kunstraums: Dazu hängen sie einen Theaterscheinwerfer in einen Baum neben dem Kunstraum und versehen ihn mit einer Zeitschaltuhr, welche das An- und Ausschalten des Lichts in einem vordefinierten Rhythmus regelt. Ein Scheinwerferlicht bestrahlt normalerweise eine Attraktion, ein Star tritt darin auf, etwas Wichtiges erhält eine Bühne ... Doch das von Mischa Düblin und Fabian Unold installierte Spotlight schiesst (scheinbar) am Ziel vorbei. Der Lichtkegel beleuchtet weder das Jubiläum feiernde Häuschen, noch die Installation von Roman Signer, noch das Publikum. Die einzige Verbindung zum Haus bildet ein Stromkabel. Ansonsten bleibt Thylacines künstlerischer Eingriff im Grunde immateriell. «Schein» beleuchtet eine leer gebliebene Bühne, einen Unort, eine Lücke und wird damit zum eigenartigen und erfrischend nicht eindeutigen Hinweis.
Text: Lena Friedli
Fotos: Claude Gasser
www.thylacine.ws

Raphael Bottazzini
Bank & Stapel
Seit 01.01.2023 – ongoing
Die Bank würdigt nicht, sie zeigt Namen in ihrer Vielfalt, der Vielfalt, die die Gesellschaft hervorbringt. Die Bank ist seit 2023 aktiv und folgt der Doktrin, dass jede Person genannt werden darf. Von den drei Brettern wird jeden Monat eines ausgewechselt. Die abgenommen Bretter bilden abseits, fortlaufend einen Stapel im Ausstellungraum Artachment in Basel. Die Namen werden von verschiedenen Personen, die untereinander nicht abgesprochen handeln, ausgesucht und in die Arbeit eingebracht. Durch dieses Verfahren wird die Bank zu einem Sammelbecken von Namen und folgt keiner ideologischen Ausrichtung. Die kuratorische Arbeit beschränkt sich lediglich auf die Zusammensetzung jeweils zweier Namen auf einem Brett. Die grössere offensichtliche Willkür der Namenszusammenhänge entsteht durch das monatliche Anbringen eines neuen Brettes. Dabei vermischen sich die neuen Namen mit den alten, wodurch sich kontinuierlich auf der ganzen Bank neue Konstellationen ergeben.
Das Unternehmen Mitte ist nicht Teil der Arbeit und hat kein Mitspracherecht.
Raphael Bottazzini
Was ist ein Name? Kann ein Name ohne Kontext eingeordnet werden? Welche Spannungen werden durch Bank&Stapel sichtbar und erzeugt? Kann ein Kunstwerk auf privatem Grund wirklich privat sein, wenn es für die Öffentlichkeit sichtbar ist? Kann man von einer Gegenüberstellung zweier Namen sprechen, wenn auf der Bank insgesamt sechs Namen stehen? Hätte man die Gewichtung eines Komitees hinterfragt, wenn ein Glücksverfahren eingesetzt worden wäre? Welche Verantwortung trägt der Künstler in der Arbeit Bank&Stapel? Worin unterscheidet sich Meinungsfreiheit von Kunstfreiheit? Soll Kunst sich erklären? Ist Kunst von Natur aus politisch oder wird sie politisiert?

Offenes Textilatelier und Café für Menschen jeden Alters
MITTWOCHS von 15 – 20 UHR
2026
14. Oktober
4. November
2. Dezember
16. Dezember
2027
6. Januar
27. Januar
24. Februar
17. März
7. April
21. April
26. Mai
Abschlussfest
Samstag, 5. Juni 2027, 15 – 20 UhrNach dem Pilotprojekt im Jahr 2025 startet Im Foyer ab Oktober 2026 erneut.
Alle drei Wochen wird das Foyer des Ausstellungsraum Klingental zu einem offenen Textilatelier und Café. Du kannst vorbeikommen, etwas trinken, mitmachen, eigene Ideen einbringen oder einfach zuschauen. Unterschiedliche Materialien und Werkzeuge stehen dir zur Verfügung und du kannst viele verschiedene textile Techniken kennenlernen oder vertiefen. Triff Künstler*innen, mache ein eigenes Projekt und tausche dich mit anderen aus. Die ausgestellte Kunst kann dich dabei auf neue Ideen bringen.
Die Treffen sind kostenlos und offen für alle. Du kannst jederzeit dazukommen und mitmachen.
Wir sind bemüht, unsere Nachmittage so zu gestalten, dass alle Zugang finden.
Bei Fragen oder Wünschen kontaktiere uns: info@ausstellungsraum.ch
Im Foyer ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem FOYERBASEL Bildung und Beruf, entwickelt und durchgeführt von Franziska Baumgartner und Flavia Spichtig. Erweitertes Team: Vera Bruggmann